Seminar-Blog

custom header picture

Metablog I – Anreise und erste Impressionen

03. August 2016 Alexander Schoeppl Keine Kommentare

Treffen um 7.40 am Hamburger Hauptbahnhof. Große Erwartungen, müde Augen. Schon am Bahnhof erste Diskussionen über Neue Musik. Erleichterung, dass alles zu klappen scheint.

DSC06209
Im Zug nach 3 Minuten kurzer Schockmoment: Wir fahren viel zu langsam! Bis Harburg (also ein paar Minuten) Schneckentempo, danach geht’s in regulärer Geschwindigkeit weiter Richtung Darmstadt.
Nachdem etwa die Hälfte der Strecke zurückgelegt wurde, dünnt sich die Teilnehmerzahl an den regen Gesprächen über Neue und Alte und jede Musik gehörig aus – die Nicht-Teilnehmer schlafen. Wacht man ob einer Unebenheit des deutschen Schienennetzes doch einmal auf, hört man Unterhaltungen über das Performative in der Musik, das Verhältnis von Popularmusik zu Neuer Musik und unanständigen Wörtern bei Orlando di Lasso.
Umsteigen in Frankfurt. Genauer gesagt am Südbahnhof. Erste Unsicherheiten seitens der Hamburger Reisegruppe bezüglich des Wetters und den eingepackten Klamotten. Trotzdem wird die Reise mit freudiger Erwartung fortgesetzt.

DSC06210DSC06213
Ankunft in Darmstadt um 13.00 Uhr. Feinstes Hamburger Schmuddelwetter. Erstmal zum Hotel. Nach kurzem Einzug in das vorübergehende Domizil fahren wir gemeinsam zur Lichtenbergschule und werden herzlichst in Empfang genommen. Jeder wird mit Jutebeutel inklusive Programmbuch und Fahrplan ausgestattet. Und Thomas Schäfer schüttelt auch die Hand. Nach dieser ersten Gundversorgung lechzen wir nach Konzerterlebnissen. Gut, dass in der Rückspiegel Reihe das Klavierkonzert von John Cage direkt auf dem Spielplan steht. Erst erklingt ein Kammerversion (ohne Klavier), dann folgt eine erklärende Lecture, zuletzt hören wir das Stück in großer Besetzung (mit Klavier). Einige aus der Gruppe besuchen nun direkt Kurse, die für ihre Forschungsfragen von Interesse sind (z.B. bei Beat Furrer). Die anderen begeben sich auf Nahrungssuche, bevor das nächste Konzert startet. Bei Pizza, Pasta und kalten Getränken bekommen wir eine Einführung zu dem Extended Strings Konzert in der Orangerie.

DSC06226

Da die Konzertlocation nicht weit von der Nahrungsquelle ist und einige Kurse sich mit der Pizzazeit teilweise überschnitten, muss ein halbgefüllter Pizzakarton mit ins Konzert genommen werden. Kein Problem. Nach dem Konzert sind wir alle platt, Jennifer Walshes Komposition ließ einige von uns „die ganzen 45 Minuten mit offenem Mund dasitzen“. In der Tram geht es weiter mit heißen Diskussionen, einigen sieht man die Eindrücke des Tages an.
Der harte Kern – besser gesagt ein einzelner harter Kern – zieht noch weiter in Richtung Electric Indigo, der Rest legt sich im Hotel nach einem (eiskalten) Bierchen aufs Ohr und freut sich auf den nächsten Tag bei schönstem Hamburger Nieselregen. Ein Stückchen Heimat.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.