Seminar-Blog

custom header picture

Gelebter Excess – wie wahr!

06. August 2016 Laura-Maxine Kalbow Keine Kommentare

von Sebastian Genzink und Laura-Maxine Kalbow

 

Unter einer gepfefferten Diskussion ist nichts Anderes zu verstehen als…

Die Kombination aus bekannten Rednern, dem obligatorischen Sexismusvorwurf, einem Hauch pikanter Provokation, subversivem gegenseitigen Auflaufenlassen….

…und natürlich nicht zu vergessen: Einem Publikum, das auf äußerst uneindeutige Art und Weise zwischen Augenverdrehen und Szenenapplaus hin- und herwechselt.

Ashley Fure, Jennifer Walshe, Dieter Mersch, Christian Grüny, Claus-Steffen Mahnkopf, Michael Pisaro und Bernhard Waldenfels hatten die Intention im Rahmen des „Forum for Philophy and Art“, die beiden Disziplinen Philosophie und Musik näher zueinander zu führen. Dabei erhitzen sich die Gemüter allerdings schneller, als wohl von allen Beteiligten zunächst gedacht. Spätestens mit dem ersten Sexismusvorwurf verschwammen die Grenzen zwischen sachlicher Argumentation und intellektuellem Boxkampf. Auch die babylonische Sprachverwirrung zwischen Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch, Englisch-Englisch, Deutsch-Deutsch und das Definitionsproblem des Wortes „Wahrheit/Truth“ trugen ebenfalls sicherlich nicht zur Klärung der Situation bei.

Dabei versprach die Diskussion inhaltlich durchaus interessant zu werden. Sie nahm ihren Ausgangspunkt bei der Nutzung von Philosophie durch den Komponisten als so genannten „Workmyth“, ein mehr oder weniger pragmatisches Rechtfertigungsmodell für das eigene Schaffen.

Davon blieben am Ende folgende ernüchternde Einsichten in Hinblick auf Diskussionsatmosphäre übrig:

  1. Wie führe ich eine Diskussion am besten NICHT.
  2. Wie provoziere ich durch Leseempfehlungen.
  3. Wie finde ich durch einen Plenumsbeitrag dann doch noch einen halbwegs versöhnlichen Abschluss.

Auch wenn der Unterschied zwischen Wahrheit und Truth immer noch nicht geklärt ist, sind wir sehr gespannt auf die nächste Runde.

Mahnkopf

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.